Neben der Lohnerhöhung erhalten die VW-Arbeiter eine Einmalzahlung, teilte die Konzernspitze in einer schriftlichen Presseerklärung mit. “Die Arbeitskosten bei Volkwagen in Puebla steigen weiter, während die übrige Autoindustrie in Mexiko in diesem Jahr keine Lohnerhöhungen gewährt. Das zwingt das Unternehmen, die Produktion noch stärker zu verbessern”, heißt es in dem Schreiben weiter.
Volkswagen hatte erst im Juli eine Erweiterung und Modernisierung der Werksanlagen angekündigt, in die der Autohersteller 800 Millionen Euro investieren wird. Ein neues Modell soll dort dann wie der NEW BEETLE exklusiv für die ganze Welt gebaut werden. Das als “neuer Kompaktsedan” angekündigte Fahrzeug könnte den aktuellen Polo Classic ablösen und unterhalb des GLI, angesiedelt sein. Wie der Polo Classic ist der GLI eine Stufenhecklimousine auf Golfbasis, jedoch kein Bora. Wegen ihrer Flexibilität sind derart gestylte Kleinwagen besonders in Schwellenländern beliebt.
Im Zuge dieser Investition sollen auch 2000 neue Arbeitsplätze in Puebla geschaffen werden. Insgesamt arbeiten dort rund 14000 Angestellte, mehr als 9000 von ihnen sind in der mexikanischen Gewerkschaft der Arbeiter in der Automobilindustrie organisiert.
Volkswagen ist der drittgrößte Autobauer in Mexiko. Die dort hergestellten Wagen werden zum großen Teil in die USA exportiert. Durch die Wirtschaftskrise hatte der Umsatz in den letzten Monaten stark gelitten.